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Bad Astronaut - Twelve Small Steps, One Giant Disappointment

(Fat Wreck, 2006), CD Only

“Bad Astronaut always was an excuse for us to make music together“. So beschreibt Joey Cape, Sänger und Frontmann von LAGWAGON sein Seitenprojekt BAD ASTRONAUT mit Derrick Plourde, dem Ur-Drummer von LAGWAGON. Zudem mit dabei sind Marco Desantis (Gittarist von SUGARCULT) sowie diverse Gastmusiker (auf dem aktuellen Output sind’s 7!)

Nach zwei Veröffentlichungen auf dem Fat Sublabel Honest Don’s ist „Twelve Small Steps, One Giant Disappointment“ nun das dritte und auch finale Album von BAD ASTRONAUT.

Das letzte Album aufgrund des tragischen Selbstmordes von Derrick im März 2005. Gemäss Cape habe er (Cape) den Tod bereits mit dem aktuellen, und vielleicht besten, Lagwagon Album „Resolve“ musikalisch verarbeitet und sehe dieses Album nun wie als Möglichkeit nach über 4 Jahren Arbeit daran mit diesem Ereignis abzuschliessen und gleichzeitig Derrick zu ehren. Ausserdem habe Derrick an den meisten Songs noch mitgearbeitet, was für Cape einen zusätzlichen Anreiz war, dies „nun zu Ende zu bringen“.

Damit dürfte wohl auch jedem klar sein, dass sich dieses Album grundsätzlich, ja wirklich grundsätzlich, von den „üblichen“ Fat Wreck Veröffentlichungen unterscheidet.Wunderschöner Indie-Rock mit einigen Elektro-Keyboard Einflüssen und Joey Cape’s unverwechselbare Stimme. Zudem gibt’s ein Cello im Background was dem Album durch alle Songs eine noch angenehmere Atmosphäre verleiht.

Wer dachte, Joey Cape mache nur lustige Skatepunk Songs für kleine Kids wird hier (einmal mehr!) eines besseren belehrt. Intime, persönliche Texte begleiten den schon eher traurigen Sound.

Trotz dieser traurigen Grundstimmung und Voraussetzung verleiht einem dieses Album doch eine gewisse Wärme, was von der Grösse dieser Veröffentlichung zeigt. Sicherlich kein „einfaches“ Album und nix für labile Seelen, aber dieses Album ist mit Sicherheit das tiefgründigste was Fat Wreck trotz grossartigen anderen Veröffentlichungen seit langem veröffentlicht hat.

Auch wenn der Schock von Derricks Selbstmord tief sitzt, darf, ja sollte man sich an diesem Album erfreuen. Ganz wie es Joey Cape als wohl auch Derrick gewollt haben…Dieses Album wird wohl, obwohl grosser Konkurrenz, in meine Top Ten von 2006 kommen.

Anspieltipps gebe ich keine, betrachtet das Album als ganzes Werk und als (absolut) würdige Hommage an Derrick. Danke Joey, dass Du trotz allem weiter gemacht hast. Ich jedenfalls weiss es trotz diesen Umständen zu schätzen!

Absoluter Kaufzwang! 10/10 Punkte.

© 23 November 06The Doktor Awesome

Rated 10