Da sind sie also wieder. Die grossen Geschichtenerzähler erleben ein Revival. Etliche Bands müssen Pause auf unbestimmte Zeit machen, weil ihre Sänger einer Solokarriere nachstreben. Die Einfachheit welche eine grosse Menge damals in ihren Bann zog, kehrt in die Musik zurück. Drei Ostschweizer setzten sich zum Ziel ihre Musik auf ein Minimum zu reduzieren und die Zuhörerschaft mit zweistimmigem Gesang, zwei Gitarren und einem Schlagzeug, welches leider viel zu wenig zur Geltung kommt, zu begeistern. Während die beiden Gitarristen aus dem Rock und Metal Bereich stammen, spielt der Drummer in einer BigBand. Was dabei herauskommt ist eine Verschmelzung der American Recordings von Johnny Cash und dem unüberhörbaren Sound von Jeff Tweedy’s Band Wilco.Das Debut Album von Paul Sails For Rome kann sich gewiss sehen lassen, nur muss derjenige der hier zugreift wissen, dass einem praktisch gar keine Abwechslung geboten wird. Zurzeit gibt es, wie oben schon erwähnt, viel zu viele Interpreten die in etwa den selben Stil zu pfelgen spielen, sodass es immer schwerer wird aus dieser Masse hinaus zu stechen. Ob es den drei Ostschweizer gelingt und diese Scheibe nicht irgendwo Links liegen bleibt, ist fraglich, verdient jedoch hätten sie es.
Eric