Skafari wurde 1999 von ein paar Ska-Freunden der Bündner Szene als Hausband des Safari Beat Clubs (Palazzo) in Chur gegründet. Ihr Debüt „Still Wild And Thirsty“ verkaufte sich dermassen gut, dass es innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft war. Fünf Jahre später erscheint nun endlich der Nachfolger und ihr Debüt wurde vor kurzem Nachgepresst.
Ab dem ersten Ton von Paradise, im Original von Phil Collins, kann man sich in etwa vorstellen wie energiegeladen es an den Shows von Skafari zu und her geht. Was Me First And The Gimme Gimmes für den Punkrock ist, wird Skafari, sofern sie öfters Alben veröffentlichen, wohl bald für den Ska sein, zumindest in der Schweiz. In eher untypischem Gewand präsentieren uns diese Bündner Whitesnake, Steve Miller, Boney M, Beatles oder Frank Zappa Interpretationen wie man sie noch nie zuvor gehört hat.
Neben schnellem Skapunk mit Doublebass Einsätzen und Reggae kommt immer wieder Swing zum Vorschein, was unweigerlich eine Parallelität zu „Atomic Fireballs“ zur Folge hat. „Fründa Us Graubünda“ ist der einzige Originalsong. Er wurde von Frontmann Mike Muzzarelli geschrieben und beschreibt seine Liebe an Calanda und das Bündnerland.Am Schluss gibt’s mit „Shame And Skandal“ eine schweizerdeutsche, leicht abgeänderte Version eines alten Sir Lancelot Songs, den Madness ähnlich interpretiert haben.
Mit dieser Scheibe verhält es sich in etwa wie mit dem Rockstar Magazin. Wer das Rockstar viel zu ernst nimmt und es deshalb scheisse findet, wird mit dieser Band auch keinen Spass haben. Wenn man jedoch beim Einlegen dieses Silberlings das Hirn abschaltet um sich einfach einmal berieseln zu lassen und Spass zu haben, wird mit einem Werk mit sehr hohem Spassfaktor belohnt, ob dieser lang anhaltend ist, sei dahingestellt.
Eric a.k.a. keingerede